Internetmarketing

Werkzeuge zur Schlüsselwortanalyse

Nutzen Sie vertrauenswürdigeundbewährte Werkzeuge für die Schlüsselwortanalyse. Diese Werkzeuge sollten insbesondere in Bezug auf Ihre Bedarfsgruppe valide Resultate liefern.

Für die Schlüsselwort-Analyse gibt es eine ganze Fülle an Werkzeugen. Ich möchte an dieser Stelle nur auf Werkzeuge von Google eingehen, da wir sämtliche Betrachtungen in diesem Internetmarketing-Kurs mit Fokus auf das Google-Netzwerk durchführen.

Das aus meiner Sicht sinnvollste Werkzeug zur Erzeugung von Schlüsselwörtern ist Google Sets:

  • Google Sets: http://labs.google.com/sets

Google Sets zeigt Ihnen nach der Eingabe einiger zusammenhängender Schlüsselwörter eine Liste weiterführender Schlüsselwörter, die in der Summe der von Google erfassten Suchergebnisse relevant waren. Google Sets ist zwar nur für generische Schlüsselwörter mit einundzwei Schlüsselwörtern geeignet, stellt jedoch ein sehr mächtiges Werkzeug zur Findung relevanter Schlüsselwörter dar.

Um Trends der von Ihnen identifizierten Schlüsselwörter zu ermitteln, stehen Ihnen gleich zwei wertvolle Werkzeuge zur Verfügung:

  • Google Trends: http://www.google.de/trends
  • Google Insights: http://www.google.com/insights

Ebenfalls ein nützliches Werkzeug ist Google Suggest, welches bereits während der Eingabe von Schlüsselwörtern eine Auswahl an häufig gesuchten Kombinationen anzeigt:

  • Google Suggest: www.google.com/webhp?complete=1&hl=de

Umfassende Analysen lassen sich mit dem Google Keyword-Tool erstellen. Das Google Keyword-Tool liefert nicht nur Werte zur Mitbewerberdichteunddem Suchvolumen, sondern auch die maximalen CPC-Kosten für bezahlte Anzeigen für das jeweilige Schlüsselwort.

  • Google Keyword Tool: https://adwords.google.de/select/KeywordToolExternal

Bitte beachten Sie, dass das Keyword-Tool erst in Kombination mit einem Adwords-Konto alle verfügbaren Informationen preisgibt.

Neben diesen Werkzeugen gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, um Schlüsselwörter zu identifizieren, die sowohl die Motivation Ihrer Bedarfsträger als auch Ihr Internetangebot umfassen:

  • Direkte Befragung Ihrer Bedarfsgruppe
  • Auswertung der eigenen, bestehenden Websites
  • Auswertung der Schlüsselwörter von Mitbewerber-Websites

Vor allem die direkte Befragung von Bedarfsträgern wird oft sträflich vernachlässigt, obwohl diese Methode äußerst erfolgversprechend ist. So können Sie zum Beispiel mit offenen Fragen auf Ihre Bedarfsträger zugehen:

  • Wofür interessieren Sie sich in dem Bereich xy?
  • Wonach würden Sie suchen, um eine Lösung für xy zu finden?
  • Wie würden Sie Ihre Suche präzisieren, wenn Sie keine Lösung finden?

Eine sinnvolle Kombination ist die Verwendung von geschlossenen Fragen an Ihre Bedarfsträger, wie zum Beispiel:

  • Welche Schulnote würden Sie folgender Aussage geben: "xy als Lösung für Bedarf yz"?
  • Für wie sinnvoll erachten Sie folgende Suchwörter, um eine Lösung für den Bedarf xy zu finden? Vergeben Sie drei Punkte für eine hohe Zustimmungundnur einen Punkt für keine Zustimmung.

Bitte beachten Sie, dass geschlossene Fragen gegenüber offenen Fragestellungen oft eine Suggestivwirkung auf die Teilnehmer Ihrer Umfrage haben können.

? Es gibt natürlich noch viele weitere Methoden, um die Terminologie Ihrer Bedarfsträger zu erforschen:

  • Lesen Sie Zeitschriftenund(Fach-)Artikel, die Ihre Bedarfsgruppe lesen.
  • Treten Sie Internetforen bei, in denen sich Ihre Bedarfsträger austauschen.
  • …

Wenn Sie bereits eine eigene Website haben, über die Sie von Kunden gefunden werden, die ihren Bedarf mit Ihrem Angebot lösen, kann eine Schlüsselwort-Analyse Ihrer Webserverprotokolle Sinn machen, um erste Impulse zu erhalten. Bitte beachten Sie jedoch, dass es sich hierbei ausschließlich um Schlüsselwörter handelt, mit denen Sie gefunden werdenundnur zu einem Teil um jene, welche Ihre Bedarfsgruppe in Suchmaschinen verwendet.

Wenn Sie gänzlich unentschlossen sind, welche Schlüsselwort-kombination Sie verwenden können, dann analysieren Sie die Webseiten Ihrer Mitbewerber. Allerdings ist diese Vorgehensweise mit Vorsicht einzusetzen: Sie laufen an dieser Stelle Gefahr, ein System kollektiver Fehleinschätzungen zu übernehmen. Ihre Mitbewerber können hundert Jahre Erfahrung haben, aber trotzdem alles falsch machen. Kopieren Sie diese Fehler nicht!

So kann es leicht vorkommen, dass Mitbewerber systematisch die Schlüsselwörter des Marktführers übernehmen, jedoch die Bedürfnisseoderdie Vorstellungen der potenziellen Kunden völlig außer Acht lassen.

Ein eindrucksvolles Beispiel ist das Schlüsselwort "Fahrstuhl" auf Internetseiten von Anbietern für Aufzugsysteme. Gut optimierte Webseiten für das Schlüsselwort "Fahrstuhl" werden viele Besucher erhalten – jedoch wird sich davon kaum einer für Aufzüge interessieren, sondern vielmehr für Rollstühle.

Sie sehen, dass blindes Übernehmen von Suchwörtern der Mitbewerber nicht unbedingt die beste Methode ist. Wenn Sie jedoch auf diese Vorgehensweise nicht verzichten möchten, gehen Sie bitte wie folgt vor:

  • Identifizieren Sie die Marktführer in Ihrem Nischensegment.
  • Besuchen Sie die Webseiten dieser Unternehmenundlesen Sie die Schlüsselwörter aus.
  • Geben Sie die Schlüsselwörter in der Suchmaschine einundprüfen Sie die Positionierung der einzelnen Unternehmen.

Wenn sich die Positionierung im "echten Leben" mit der Suchmaschinenposition deckt, können Sie davon ausgehen, dass sich Profis mit der Auswahl der Schlüsselwort-Kombinationenundder Suchmaschinenoptimierung beschäftigt haben. Bevor Sie aber jetzt diese Schlüsselwortkombination in Ihre Liste mit aufnehmen, sollten Sie sich klarmachen, dass Sie eventuell vorhaben, gegen genau diese Profis anzutreten.

Sie haben nun eine Übersicht über Werkzeuge, QuellenundMethoden zur Findung von Schlüsselwörtern. Nun kann die erste Aufgabe beginnen: Die Erstellung einer Schlüsselwortliste für Ihr Internetangebot.