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Go, fuck seo.


Matt Cutts will SEO-Überoptimierung von Websites eindämmen. Diese verdammten Suchmaschinenoptimierer haben also auf

  • "personal rankings",
  • "google pwnda" und
  • "not provided"

als sanfte Kriegsmittel nicht reagiert. Dann gibt es jetzt eben die rote SEO-Karte.

Wer einmal versucht hat, ein empfehlenswertes Navigationsgerät über das Internet zu finden, kann Matt Cutts Intention sofort nachvollziehen: Da steht ein Haufen digitaler Vollschrott in den ersten 10 Regalen aus Googles Datenlager. Weit und breit keine umfassende, informative und halbwegs objektive Website. Benutzerfrust pur!

Stattdessen findet man hochgezüchtete Preisvergleich-Websites, backlinkgeschwängerte Affiliate-Seiten und zusammengescrapte Adsense-Minenfelder. Matt Cutts hat Recht: Das erscheint nicht ganz so optimal.

Henne, SEO, Ei, SEO, Henne

Sind Suchmaschinenoptimierer schuld daran, dass in den Suchmaschinenresultaten vorwiegend manipulierte Ergebnisse auftauchen? Joachim Graf spricht: "Die SEOs machen das Internet kaputt." Meine Meinung ist nicht ganz so drastisch:

SEOs machen Google unbrauchbar - weil es geht. Und weil Google es zulässt.

Gamemaker ... Player?

Blendgranate als Standard-Operation

Wann immer Matt Cutts in einem Video den Mund öffnet, befindet er sich in einer Zwickmühle. Suchmaschinenoptimierer sind für Gamemaker Google ein strategisches Asset: Wenn tausende Suchmaschinenoptimierer in einer anderen Suchmaschine keinen Wert sehen, weil deren Projekte dort (noch) nicht ranken, werden sie Google nicht verlassen.

SEO » Google Informationspolitik

Also wird und muss Matt Cutts SEOs mit kleinen Goodies und nebulösen Informationen füttern. Und sie werden bleiben. Gleichzeitig verliert jede Information ihre Wirksamkeit mit dem Moment der Bekanntgabe - was für eine Verschwendung ... und welch ein Antrieb für Google, sich permanent weiterzuentwickeln!

Ab wann ist der Bogen überspannt?

Google versucht, Suchmaschinenoptimierer sanft in eine Rolle zu zwingen, die aus meiner Sicht nicht unbedingt Sinn macht:

"We are trying to level the playing field a bit. All those people doing, for lack of a better word, over optimization or overly SEO – versus those making great content and great site."

Es soll also Chancengleichheit herrschen,  diese beiden Personen operieren demnächst also auf Augenhöhe:

  • Ein Webmaster ohne besondere SEO-Kenntnisse mit einer exzellenten Website zu einem definierten Thema.
  • Ein exzellenter SEO ohne große inhaltliche Kenntnisse mit einer durchschnittlichen Website zu einem definierten Thema.

Ich halte das für zu kurz gegriffen. "Das beste Resultat" ist für mich die Mischung aus inhaltlicher, vermarktungstechnischer und technischer Exzellenz. Und diese Exzellenz erreicht ein Webmaster mit lediglich einer "informativen und tollen" Website nicht.

Meiner Meinung nach ist Googles Vorgehensweise wenig zielführend:

  • Personalisierte Rankings sollen zuverlässige Ranking-Aussagen unmöglich machen: SEOs rüsten auf und beschäftigen sich mit Profiling und Data-Mining-Systemen um "Personalisierung seofizierbar zu machen".
  • Updates wie Google Panda bringen ein wenig Konfusion, sonst aber nichts: SEOs erhöhen die Investition in Inhalts-Qualität und Linkaufbau.
  • Der Wegfall der Analysierbarkeit von Keywords über den Referrer soll SEO ins systematische Herz treffen: Clevere SEOs zucken mit den Schultern, rüsten technisch, systemtechnisch oder organisatorisch auf ...

... oder formieren sich langsam, aber sicher gegen die bisher sichtbarste Suchmaschine.

Get better SEOs.

Ich verstehe, dass Google wirtschaftlich und zukunftsorientiert agieren muss. Ich verstehe nicht, weshalb Google Suchmaschinenoptimierern das Leben auf diesem Weg schwerer machen muss, als nötig. Noch nicht.

Viel Spaß und weiterhin eine wilde Zeit,

Euer Karl

P.S.:  Was SEOs davon abhält, einfach zu ixquick, duckduckgo oder BING zu wechseln?

  • Die Benutzer sind noch nicht in der kritischen Masse dort.
  • Die Websites ranken dort noch nicht.
  • Die Algorithmen sind noch nicht erwachsen.

Weiterführende Links:

31 Kommentare zu Go, fuck seo.

von SEO-News des Monats 03/12 « Wochenrückblicke am :

[...] der kann ja gehen. Zu Bing oder so. Aber mit deren Algorithmen kennt man sich ja noch weniger aus: http://www.karlkratz.de Ganz praxisnah schreibt Pascal Lindau im Blog der Reach Group (TRG) über das neue [...]

von Jörg Wukonig am :

Fuck Seo? Ja, ich gebe es zu: Wir haben und werden für Kunden in alle white-hat Trickkisten greifen, damit diese in den Rankings nach oben wandern. Aber: Glücklicherweise bieten unsere Kunden quasi immernützliche Inhalte mit anspruchsvollem Design, dh es geht hierdurchaus um Websites die sich an den Google Webmaster Guidlines orientieren. Aber trotzdem ranken und rankten diese Seiten nicht immer gut genug, daher haben wir durch Onsite und Offsite Maßnahmen manch eine Page aus den Tiefen der SERPS auf Platz 1,2 oder 3 gebracht. Soweit so gut. Doch plötzlich schraubt Google an den Algos und reine Keyword Domains schnellen aus dem Nichts von Null auf -Trommelwirbel- Platz 1. Mit anderen Worten: Seiten die wir SEO technisch 'white gepowerded' haben werden auf Grund von der aktuellen 'Fuck Seo' Diskussion von Google plötzlich schlechter gerankt... Ist ja Ok wenn Google was gegen SEO Spam unternehmen will und muss, nur einfach Keyworddomains noch mehr Trust zu geben ist wieder mal so ein Engineering Fail.. Mit anderen Worten: Google bitte holt mehr echte Menschen in euer Algo Team, dh Geisteswissenschafter, Mütter und Sonstwenn .. nur nicht Mathematiker die durchs Rumschrauben mehr Schadenals Nutzen stiften und den ganzen White Hat SEOS mehr Schaden als nutzen.. und damit das Web nicht verbesseren..

von Top 10 der Woche 12/12 « Wochenrückblicke am :

[...] Im Folgenden wie gewohnt die zehn in den vergangenen sieben Tagen am besten bewerteten Meldungen:Matt Cutts will Überoptimierung eindämmen. – Wer einmal versucht hat, ein Navigationsgerät über das Internet zu finden, kann [...]

von SEO-Evolution | seo-gold.de am :

[...] „Sich langsam aber sicher gegen die bisher sichtbarste Suchmaschine formieren“ das nennt Karl Kratz in seinem Blog als Reaktionsmöglichkeit auf das SEO-Abstrafen. Eine vermehrte Userakzeptanz wäre aber natürlich [...]

von Andre am :

Ich frage mich die ganze Zeit, welche kleine Quäntchen dann den Unterschied zwischen Position 1 und 2 ausmacht? Bei einer Gleichstellung von Seiten mit hochwertigem Inhalt und Seiten mit hochwertiger Optimierung wird doch schlussendlich der gewinnen, der einen Tick mehr zu bieten hat. Kann die Website mit exzellentem Inhalt von "exzellenter" werden? Die Site mit hochwertiger Optimierung bekommt einfach ein paar gute Links mehr und ist auf der Überholspur. Ich warte ja noch darauf, dass irgendwann tatsächlich nur die Qualität des Contents und die des geschriebenen Textes zählt. Links dienen dann nur noch als Traffic-Quelle, sorgen aber nicht mehr für Trust. Wenn man sieht, dass ein Großteil der SEOs kaum drei Sätze geradeaus schreiben kann, wird das ein Freudenfest für die Texter. Dann sind sie am Drücker bei der Preisgestaltung. Dann heißt es: Back to the Roots! Websites stellt dann nur noch der online, der von seinem Thema wirklich Ahnung hat. Oder der, der genug Kohle hat, jemanden mit ganz viel Ahnung dafür zu bezahlen, dass er ihm eine Website erstellt.

von Matthias am :

mal sehen was daraus wird ,ich fand das auch beim panda update nix groß passiert ist , wo kann man denn noch groß besucher bekommen ohne seo maßnahmen.

von Marcell am :

Einfach immer anm Ball bleiben, heißt die Devise. In jedem Spiel ändern sich die Regeln, guten Spielern hat das noch nie etwas ausgemacht da sie vor allem aus einem Grund spielen - aus Liebe zum Spiel selbst!

von Pierre am :

Dieses Update ist für die Nutzer und wird bessere Inhalte nach vorne spülen. (So die Hoffnung) Für uns SEOs heißt das doch bloß, dass wir bessere Inhalte produzieren sollen und das sollte doch seit langem selbstverständlich sein! Angst haben müssen die mit DC und gespinnten Texten.

von Falk D. am :

Erinnert ihr euch an Email-Spam? Sicher, ein guter Spam-Filter ist nicht gratis zu haben oder braucht viel Tuning, aber Email-Spam ist zu über 99% algorithmisch bekämpfbar. Genauso wird es mit OSEO- (Over SEO) Seiten sein. Ich bin mir da recht sicher, dass Google das sehr sauber hinbekommt und SEO noch unnötiger als ein zweiter Anus wird, weil es nichts kaum noch was bringt.

von Daniel am :

Suchmaschinenoptimierer sind Leute, die ihre Seite nach Google Kriterien optimieren. Wenn etwas schief läuft, dann wären daran logischerweise ja wohl die Kriterien schuld?! So wirklich verstehe ich diese Diskussion und das SEO-Bashing leider nicht. "Überoptimierte Websites" finde ich auch sehr klasse. Das wären ja dann Seiten, die zu sehr den Google-Kriterien entsprechen?! Ja ne is klar.

von David am :

Wenn der Google Bot und der Algo gute Webseiten besser erkennen könnte, dann könnte man als SEO seine Ressourcen besser umschichten und müsste weniger der Zeit nutzen um Google zu "erklären" warum sein Content gut ist. Mit Caffeine, User Metrics, Social Signals, etc. wird es ja zum Glück ohnehin immer schwerer langfristig Schrottseiten zu pushen. Jetzt zu spekulieren, dass Google überoptimierte Websites z.B. daran erkennt, dass z.B. das Hauptkeyword in Title, Descriptions, H1, H2 und dann noch ein paar mal im Body auftaucht finde ich zu kurz gegriffen. Überoptimierungsmuster zu erkennen ist das eine, was google sicher ganz gut hinbekommen wird, die erkannten Seiten danach neu zu bewerten (über z.B. User Metrics) und festzustellen, ob die Seite zwar stark optimiert ist, aber auch einen hohen Mehrwert liefert ist dann die spannendere Frage. Hoffen wir mal das es keine zu großen Kollateralschäden gibt und google dieses "neue" Signal nicht überbewertet.

von Ralf am :

Es bleibt alles wie es war: Alle (die im Internet Geld verdienen "müssen") schimpfen auf Google, trotzdem laufen alle hinterher. Und wenn Matt pfeifft und "links rum" sagt, schimpfen sie weiter, drehen sich um und laufen artig in die andere Richtung... ;) Unterm Strich spielen die SEOs weiter Cutts und Maus mit Big G (@André: Super Wortspiel ^^) - obwohl wir alle wissen, WAS die Katze mit der Maus macht, wenn sie sie mal hat...!

von Der Kampf: Google gegen SEO | | SEO-DiariesSEO-Diaries am :

[...] PS: Wer noch mehr zu dem Thema wissen möchte, der sollte sich unbedingt den Artikel von Karl Kratz durchlesen: Go, fuck seo. [...]

von Uwe am :

Schön geschrieben Karl. Wir alle tanzen doch um das goldene Kalb G, weil das die Suma ist in der unsere Kunden ranken wollen. Warum sollten wir sie dazu bewegen bei duckduckgo zu ranken. Da sucht (noch) niemand nach unseren Kunden. Und stellen wir uns vor irgendwann suchen viele dort - dann installiert auch diese Suma uns einen Cutt Matts, der uns sagt wie die Spielregeln sind. G wird sich auch in diesem Update an erkennbaren Mustern (Links, KW-dichte, Platzierung von Adsense etc.) orientieren, um einen möglichst effizienten Allgo an den Start zu bringen. Das schöne daran: Wir hier in Europa werden uns die Auswirkungen ein paar Monate früher anschauen können :)

von Christian am :

Ich freue mich als Suchender eigentlich immer wieder über Neuerungen in der Hoffnung, dass es endlich auch mal die richtigen trifft. Bei manchen Suchanfragen kann man getrost die Top15 der Serps überspringen, da sie keinerlei qualitativen Mehrwert bieten. Ich sag nur Preissuchmaschinen die sich ihren Content in der Regel zusammenscrapen. Oder wenn man Infos zu einem Film sucht, dann kämpft man sich teilweise auch positionsweise durch Serps die vollgestopft mit irgendwelchen Torrent, Rapidshare oder ähnlichen Seiten sind. Als SEO sehe ich das ähnlich. Ich begrüße es, wenn Google es durch die Änderungen schafft "unseriösen" SEOs das Leben schwer zu machen. Und dabei die Arbeit von guten SEOs honoriert. Grüße

von ClaudiaBerlin am :

Gestern suchte ich mit Kaufabsicht nach einer "Bäderliege" für den Garten - diese bequemen Klappliegen, die es zu Preisen zwischen 29 und 499 Euro gibt. Ich suchte nach Informationen darüber, wie sich im Detail die Billigliegen von den mittleren und teuren unterscheiden. Leider ohne Erfolg! Statt dessen massenhaft nichtssagende, aber wortreiche (=Quality content?) SEO-Artikel über Liegen, Bäderliegen, Gesundheitsliegen, umgeben von ADs, alle Keywords nochmal verlinkend auf Seiten, die auch keine substanzielle Info enthielten. Falls Google es schaffen sollte, DARAN etwas zu ändern, wäre ich SEHR DANKBAR!!

von Wolfgang | Elektrotechnik verstehen am :

"“Das beste Resultat” ist für mich die Mischung aus inhaltlicher, vermarktungstechnischer und technischer Exzellenz. " So isses. Gute Inhalte, für Suchmaschinen gut indexierbar. Und keine MFA, 4-Seiten-Content Seiten mit erstklassigem SEO nach oben gepusht. Ich finde diese Zukunft erstrebenswert.

von Dave am :

Guten Morgen ;-)) wie so oft, auch diesmal wieder ein perfekt gestalteter Werbeschub, die Bereitstellungsmaschine(ick nenne sie mal so , da sie nie Antworten auf Fragen gibt, sondern ungefragte Antworten bereitstellt) ändert doch nicht wirklich irgendetwas. OK, einige ranken etwas höher , andre etwas tiefer, aber im Endeffekt ändert sich nicht wirklich etwas. Die Projektlenker wissen schon seit Jahren wie man diesen Anflügen von "wir ändern was" gut entgegen wirkt, z.B. eben so hier, nicht wahr ;-)) Da man , wenn überhaupt, eh nur 50% der Dinge glauben kann die man im Netz findet, bleibt einzig der Aufwand für den Optimierer vorhanden, der Rest, naja, bleibt halt beim Alten. Es wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird ;-) Bleibt immer schön skeptisch und Erfolgreich ! Grüße Dave

von Steffen am :

Eigentlich find ich den Ansatz von Google nicht schlecht, Seiten mit hochwertigem Inhalt und Seiten mit hochwertiger Optimierung gleichzustellen. Denn außer SEO bin ich auch noch Suchender; und ich benutze Google dafür; und ich möchte hochwertige Inhalte finden. "Vermarktungstechnische Exzellenz" gehört für mich als Suchender mit Sicherheit nicht zu einem wichtigen Kriterium.

von Dominik am :

Sind wir Suchmaschinenoptimierer tatsächlich ein "strategisches Asset" wie du schreibst? Ich würde das ja zu gerne auf meine Visitenkarte schreiben, aber ich glaube, damit überhöhen wir uns und die Branche. Man darf nicht vergessen, dass Google eine Größe erreicht hat, die den Konzern ein Stück weit aus den normalen betriebswirtschaftlichen Relationen hebt. Also auf Deutsch: Sogar ein exakt gleichwertiges Produkt muss überdimensionale Aufwände leisten, um dafür unterdurchschnittlich schnell zu wachsen, einfach auf Grund der Tatsache, dass es diese Übermacht (in Wahrnehmung, Markenstärke,) gibt. Deine von mir verkürzte und zugespitzte These ist nun - korrigiere mich, wenn ich sie falsch fortführe - dass bei zu viel Gängelung die Suchmaschinenoptimierer von Google wegbleiben. Wenn die Suchmaschinenoptimierer abziehen, ziehen Kunden mit ab und die Qualität der Ergebnisse wird Zunehmens schlechter (was natürlich eine spannende Überlegung ist, aber dies ein andermal). Und dadurch verliert Google Marktanteil und Vorsprung an andere Suchsysteme. Ich zweifle. Erster Ansatzpunkt: Selbst wenn System schlecht sind, werden sie benutzt, wenn nur genügend Marktmacht da ist. Es fängt beim Videorekorder an, geht über Nokias der 00er-Jahre und es kann bis zu Windows Vista weitergeführt werden: "Die große Masse" benutzt permanent Systeme, die "schlecht" sind. Schlecht hier im Sinne von: Nicht nutzerfreundlich, nicht optimal, nicht intuitiv in der Bedienung, die nicht schnellstmöglich zum gewünschten Ergebnis führen. Es ist dabei unerheblich ob ich möglichst schnell eine möglichst passende Antwort auf meine Suchanfrage haben möchte oder einen WLAN-Drucker installieren will. "Die große Masse" nutzt, was da ist. Und Google ist da. Zweiter Ansatzpunkt: Was ist das Geheimnis vom Aufstieg und Fall von Internetportalen? Dazu gibt es zwar wahrscheinlich mehr Studien als Portale, aber aus meiner persönlichen Sicht hat die Tatsache, wo man ist und was man nutzt immer am meisten damit zu tun, was das eigene soziale Umfeld nutzt. Keine Onlinekampagne kann den Typ in meinem Bekanntenkreis ersetzen, der mir sagt "hier, schau dir das mal an". Conversionrate 100%. Ich bin überzeugt, dass für den Tod eines StudiVZ oder MySpace nicht die historische Technik oder die fehlenden Features verantwortlich sind, sondern dass diese Portale es aus welchen Gründen auch immer nicht geschafft haben, die Trendsetter an sich zu binden. Und - hier schließt sich der Kreis - diese Trendsetter sind wir SEOs nicht. Der Einfluss unserer kleinen Subkultur ist oft sehr erstaunlich - überschätzen sollte man ihn aber auch nicht. Wir mögen Benutzerströme bewegen, aber keine Benutzergewohnheiten.

von Edelnerd am :

Ich denke es ist teilweise aber auch fraglich ob die SEOs wirklich nur die guten Seiten nach vorne bringen. Machen wir uns nichts vor, oben steht, wer finanziell was reißen kann und es sich leisten kann massen an Euroen in Projkete zu stofpen, die eigentlich nicht oben stehen würde und daher noch mehr an euronen verschlingen ;) so ein steak hätte ich jetzt auch gerne ;-)

von André am :

Ich finde, das "Cutts und Maus"-Spiel ist ja eigentlich das spannende am SEO. Nie ist man fertig, immer gibt es was Neues, das beachtet oder ausprobiert werden will. Lasst die Änderung kommen, auch das werden wir packen! Und wenn sich die Spreu vom Weizen trennt, finde ich das sogar sehr gut.

von Stefan Köhn am :

Vielen Dank für den Tipp - ab jetzt wird duckduckgo.com genutzt :) Warten wir mal dieses ominöse neue Update ab und sehen was es bringt. Ist und bleibt mal wieder alles sehr spannend - deshalb liebe ich diesen Job :) Go, love SEO!

von Sabrina am :

Ich kann Kathrin eigentlich nur zustimmen. Die guten Seiten werden gewinnen, egal ob SEOs beteiligt sind oder nicht. Schließlich ist es doch Googles eigentliches Ziel, dem Suchenden das beste Resultat zu liefern und nicht den SEOs das Leben schwer zu machen. Könnte mir auch gut vorstellen, dass Matt uns einfach nur Angst machen will. Denn wer sonst hört sich regelmäßig seine Beiträge an? Wir SEOs! Die normalen User interessiert es doch herzlich wenig, wenn die Google was am Algorithmus ändert. Somit bleiben wir für Matt als einzige Kontaktperson ;) Letztlich müssen wir weiterhin auf Qualität achten und dann werden wir auch dieses Update ohne große Verluste überstehen. Klar wird sich ggf. die ein oder andere Arbeitsweise ändern, aber das muss ja nicht unbedingt schlecht sein. Ich sehe das ganze als eine Weiterentwicklung an, wo wahrscheinlich beide Seiten von profitieren werden.

von Steffen am :

Witzig: "Updates wie Google Panda bringen ein wenig Konfusion, sonst aber nichts: SEOs erhöhen die Investition in Inhalts-Qualität und Linkaufbau." >> Ist das nicht im Sinne von Google? Also die höhere Inhaltsqualität, meine ich! Und außerdem doch ein Zeichen, dass Google nicht generell ein Problem mit SEO hat, sondern nur die Bwl-er SEO. So gesehen hat Google einiges richtig gemacht!!

von Kathrin am :

Hm, also auf der einen Seite will Google ja schon, dass Webseiten seo-freundlich sind und Googles "Crawling-Kriterien" entsprechen, damit es für sie leichter wird die Seiten zu finden und gute Inhalte zu indexieren und diese somit auch gut zu ranken und dem User tolle und auf die Suchanfrage passende Inhalte zu präsentieren --> SEOs = great Asset. Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Seiten, die zwar seo-technisch einwandfrei sind und auch so aufgebaut sind, dass Panda nicht greift, aber vielleicht trotzdem nicht so der Mehrwert für den User sind. Sie ranken aber primär gut, weil sie einfach gutes SEO (On- wie OffSite) vorweisen. Das nervt Google dann wohl schon --> SEOs = fucking annoying. Ich bin gespannt, welche Seiten die Penalty letztendlich trifft. Ich denke auch hier wieder, tolle Seiten mit gutem SEO werden nicht betroffen sein. Seiten, die nur deswegen gut ranken, weil das SEO einfach gut ist, sie aber - wenn es um das Angebot und die Inhalte darauf geht - nicht unbedingt Traffic bekämen würden, könnt's schon erwischen. Ich mein, Google sammelt durch Analytics wirklich viele Daten und kann aus CTRs, Bounce Rates und Conversions Schlüsse ziehen. Da bleibt die Frage: hat die Seite X jetzt Traffic und eine Conversion von X% weil sie gutes SEO hat oder hätte sie davon abgesehen auch so guten Traffic bekommen, weil sie einfach auch gute Inhalte und Mehrwert hat? Rankt sie quasi zurecht gut? In Zukunft muss eine Seite eben mehr als zuvor beides vorweisen: top SEO, top Inhalte. SEO wird immer ein wichtiger Bestandteil bleiben, Google braucht uns SEOs, weil wir denen helfen gute Seiten erst zu finden. Ich lasse mich überraschen welche Seiten betroffen sein werden und werde die Daten danach auswerten und erst dann kann man wirklich ableiten wie der Algo in diesem Fall ungefähr tickt. Fazit: keep cool and keep going :)

von Ralf am :

Google ist schon lange Teil des Problems. Nur weil Matt Cutts Rauchbomben in seinen Videso wirft - wird das Problem nicht beseitigt. Google ist ersetzbar! http://www.golem.de/news/bing-blekko-duck-duck-go-googeln-ohne-google-1202-89439.html Blekko hat im vergangenen Jahr Aufsehen erregt, da die Suchmaschine öffentlichkeitswirksam Spam aus ihren Suchergebnissen entfernt hat. http://duckduckgo.com/ Man sollte sich von der Startseite aber nicht beirren lassen. Duck Duck Go bietet einige innovative Funktionen. Über Google bekommt meine Seite nur Abmahnanwälte, Contentdiebe, Geiz ist Geil Typen und Backlinkbettler. Da ich per se nicht unter den ersten 10 bin - werde ich in absehbarer Zeit keine anderen Besucher von dieser Linkliste bekommen. Wenn wir die anderen Suchmaschinen Supporten kann das Problem Google sehr schnell Geschichte sein. Einfach keine Googel Werbung mehr anklicken! Kann schon ein Anfang sein!

von Tamer am :

Egal was Google so alles ankurbelt, die SEOs dieser Welt sind die Ersten und oft die Einzigen die es verstehen und somit immer die Top-SERPS rocken! Das Spiel gewinnt ihr nicht Matt :-)!

von Loewenherz am :

Jo. Lustig in dem Kontext das Bashing von Joachim Graf, das ebenfalls wieder die Ambivalenz des Ganzen zeigt: Einerseits gibt iBusiness SEO-Poster heraus und will SEO-Agenturen als Werbepartner, andererseits haut er indifferent auf SEOs als gemeine Masse ein.

von Seojunky am :

Danke Karl für diese schöne Zusammenfassung zu diesem Thema. Ich weiß noch nicht so recht was ich davon halten soll, daher ist es für mich zunächst erstmal interessant zu beobachten, wie die Meldung durch die Szene schlägt. Denn die Frage ist ja die, ob das Ganze nur "heiße Luft" ist um die Hühner einmal mehr aufzuscheuchen, oder steht hinter SEO doch ein Verfallsdatum? Viel spannender finde ich derzeit die doch eher heimlichen Diskussionen zum Thema "Leistungsschutzrecht", denn damit würde nicht Google des SEOs den Gar ausmachen, sondern die Politik. Aber gut, das gehört wohl weniger unter diesen Beitrag ;-) Herzlichste Grüße, Patrick

von Daniel Weihmann am :

Das eventuelle Aufräumen, Dazwischenhauen, Reorganisieren von Seiten Googles passt schon. Das bringt etwas Bewegung in die Serps und fordert erneut den Gehirnschmalz der SEOs. Am Ende (ach ne, das gibt's ja gar nicht) werden die Suchmaschinen-Optimierer wie auch Google einen Schritt weiter sein und gestärkt ins jahr 2013 blicken.


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