Update: Ich hätte nicht gedacht, dass dieser Artikel meinen kleinen 1und1-GAU der letzten Tage überlebt hat. Heute erhalte ich einen Anruf seitens Google – man möchte das Thema vom Tisch haben abschließend klären.
Sorry, karlsCORE und die 1und1-Aufräumarbeiten kosten gerade enorm viel Zeit. Deshalb hier die Kurzfassung, weshalb das Thema noch nicht aus der Welt ist:
- Durch eine fehlerhafte Implementierung des Tracking-Codes in der Template-Engine wäre der Code falsch ausgeführt worden und nur die Internet Explorer Nutzer getrackt worden.
An dieser Stelle muss ich widersprechen: Selbst wenn der JavaScript-Teil nicht greift, gibt es noch den Tracking-Pixel (robuste “Russentechnik” oder auch “tut immer”.) Dass sich an den Resultaten nicht wirklich etwas geändert hat, habe ich im Update vom 18. März 2012 (ganz unten im Artikel) aufgeführt.
Das Thema habe ich fast schon vergessen, da SEA und SEO ohnehin nur Traffic-Lieferanten für die Perimeter-Netzwerke der jeweiligen Systeme sein sollen. Alles andere ist ohnehin nur bedingt rentabel, Abweichung hin oder her.
—
Das Online-Marketing-Budget-Kraftwerk ächzt laut: Möglichst viele tausend, hunderttausend Euro im Monat möchten möglichst schnell und zielgerichtet investiert werden. Wenn schon nicht in SEO, dann doch besser in SEA. Zum Glück stellt uns Google mit dem Google Adwords Programm seit Jahren ein dankbares und präzises Marketing-Instrument zur Verfügung.
Achtung, Hinweis: Dieser Artikel ist lang. Bitte lese ihn nur, wenn es Dich ankotzen würde, wenn Dir das Google Adwords-Team nicht erklären kann “wie es dazu kommt, dass 50% mehr Klicks berechnet werden, als mit Google-Werkzeugen nachweisbar ist.”
Zuerst denkt man ja an Klickbetrug. Klickbetrug ist zwar ärgerlich, wird jedoch meist billigend in Kauf genommen. Zumindest steht eine Versprechung im Raum, “dass betrügerische Klicks gewissenhaft analysiert und selbstverständlich nicht berechnet werden.” Das beruhigt! Immerhin kostet in kompetitiven Bereichen ein einziger Adwords-Klick doch gerne mal mehrere Euro. Heile, teure Welt – aber so ist das halt nun mal.
Was passiert eigentlich, wenn man Google Adwords Klicks mit dem Adwords-Conversion-Tracking überwacht?
In Google Adwords kann der Aufruf einer Zielseite als Konversions-Ziel definiert werden. Auf diese Weise können wir sehr einfach feststellen, wie viele Besucher eine sogenannte “Konversion” erzeugt haben. Das ist “Old Stuff”, ich weiß. Was passiert eigentlich, wenn man diese zwei Fragestellungen miteinander kombiniert:
- Funktioniert das Google Konversionstracking eigentlich wirklich zuverlässig?
- Entsprechen von Google berechnete Adwords-Klicks deren “Wahrheit”?
Versuchsaufbau
In den letzten Monaten habe ich in einigen Online Marketing Projekten im SEA-Bereich eine seltsame Tendenz festgestellt: Die Differenz zwischen berechneten Adwords-Klicks abzüglich der ungültigen betrügerischen Klicks in Bezug zu real agierenden Besuchern auf der jeweiligen Zielseite wurde immer größer … damit sind nicht ein paar lapidare Prozent gemeint, sondern ein ernstzunehmender zwei-stelliger Prozentbetrag.
Also erstellte ich einen kleinen Versuchsaufbau (analog zu einigen hochvolumigen Adwords-Konten):
- In Google Adwords wird eine Kampagne erstellt. Diese Kampagne erhält eine Anzeigengruppe. Die Anzeigengruppe wiederum erhält eine Anzeige, die für einen einzigen Suchbegriff gebucht wird. Die URL der Anzeige zeigt auf eine definierte Zielseite Z.
- In Google Adwords wird ein Konversionsziel erstellt. Das Konversionsziel wird erfüllt, wenn die Zielseite Z aufgerufen wird (welche in diesem Versuchsaufbau der URL der Anzeige entspricht).
Personen, die auf das definierte Google Adwords-Snippet klicken, landen auf der Zielseite und es wird eine Konversion gemessen. Banal, oder nicht?
Theorie
In der Theorie müsste nun eigentlich folgende Gleichung gelten:
Anzahl Konversionen = Anzahl Adwords-Klicks minus betrügerische Klicks
Soweit die Theorie. Jetzt die Praxis.
Ich habe ein kleines Budget von 2.000 Euro in die Hand genommen und für eine Woche Adwords-Werbung geschaltet. Das Ergebnis ist spannend:
Hier die Auswertung:
- Klicks: 475
- Konversionen: 190
- Ungültige Klicks: 46
Wir haben hier eine nicht nachvollziehbare Differenz von 475 – 46 – 190 = 239 Klicks. Hmmmm. Wenn das nicht schlicht schlappe 50% der berechneten Klicks wären, würde ich das unter “alte Gaunerband, aber egal” verbuchen. Also frage ich beim Google Adwords-Team nach:
On 05/11/12 17:54:27 i@karlkratz.de wrote:
Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn ich auf meiner Landingpage ein Konversionsziel definiere und Adwords
schalte, differiert die Anzahl der Klicks und die Anzahl der Konversionen
_extrem_.
Ich bitte freundlich um eine Erläuterung.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich dieses Verhalten (welches ich
in unterschiedlichen Konten über einen längeren Zeitraum beobachtet habe)
nunmehr auch in meinem Blog mit der Community kontrovers diskutieren möchte.
Besten Dank und freundliche Grüße,
Karl Kratz
Reaktion des Google Adwords Teams
Die Reaktion des Google Adwords Teams ist im Prinzip vorbildlich: Zeitnahe Reaktion, höflicher Umgangston. Inhaltlich möge sich ab jetzt bitte jeder sein eigenes Bild davon machen.
Hinweis für wildgewordene Anwälte der Google Rechtsabteilung: In meiner Darstellung verwende ich Zitate aus dem Schriftverkehr im angemessenen Rahmen, damit sich der geneigte Leser ein eigenes Bild machen kann.
Von: “adwords-support@google.com”
Datum: Tue, 15 May 2012 11:07:51 +0200
An: Karl Kratz
Betreff: RE: [0-xxxxxxxx]
//
xxxxx xxxxxxx
Google AdWords-Team
On 05/15/12 14:37:33 “karlkratz online marketing” wrote:
Lieber XXXXXXX,
das freut mich, dass wir nun tiefer in die Materie einsteigen können.
(Zitat Google Adwords Team) >>Ich muss jedoch die Sinnhaftigkeit der Conversionfunktion-Nutzung für diesen Zweck hinterfragen.
Das ist eine einfache Testschaltung um zu beweisen, dass auch auf einen inklusive “Zeitverschiebung durch die Konversions-Auswertung” definierten Zeitraum die Anzahl der Google Adwords Klicks abzüglich der “betrügerischen Klicks” trotzdem nicht mit dem Wert übereinstimmt, den das Konversionstracking liefert.
(Zitat Google Adwords Team) >> Warum möchten Sie einen simplen Seitenaufruf, der ja ohnehin schon durch den Klick auf die Anzeige selbst ausgelöst wird, als Conversion messen?
Um den Beweis zu führen, dass die Daten nicht verlässlich sind. Ich gehe nach wie vor davon aus, dass folgende Regeln unmissverständlich gelten:
- Ein Adwords-Klick erzeugt einen Besuch auf der Zielseite, welche in der URL der Adwords-Anzeige hinterlegt ist.
- Eine Konversion für den Aufruf einer Zielseite wird erzeugt, wenn die definierte Zielseite aufgerufen wird.
(Zitat Google Adwords Team) >> Damit verzerren Sie sich so ziemlich alle Daten, für die das Conversion Tracking-Tool eigentlich als sehr wertvoll und dienlich fungieren sollte – die Erhebung, wieviele gewünschte Aktionen es schlussendlich gab und wieviel Sie pro Conversion bezahlen mussten.
Nein, diese Aussage ist nicht richtig. Wenn es mein Ziel ist, den Aufruf einer Seite zu messen, verzerre ich keine Daten wenn ich den Aufruf einer Seite messe.
Ich möchte erheben,
- “wie viele Aktionen” es schlussendlich gab = wie viele Seitenaufrufe wurden durch Adwords-Klicks auf die definierte Konversionsseite geleitet
- “wie viel ich pro Konversion bezahlen musste” = da die Anzahl der Klicks, Aufrufe und Konversionen (unter Berücksichtigung der vernachlässigbar kleinen Toleranz der betrügerischen Klicks) identisch sein muss, muss folgerichtig die Kosten über die Summe der Konversionen identisch mit den Kosten über die Summe der Adwords Klicks sein.
—> Das ist nicht der Fall.
(Zitat Google Adwords Team) >> Als gewünschte Aktion gelten normalerweise Dinge wie das Eintragen für einen Newsletter oder die Tätigung eines Kaufs/einer Bestellung, also Aktionen, die noch mindestens einen Schritt weitergehen als das reine Aufrufen der Zielseite, die in der Anzeige verlinkt ist.
Meine gewünschte Aktion ist in diesem Fall der normale Aufruf der Zielseite. Die Aussage, dass der Aufruf einer üblichen “Danke-Seite” oder Konversions-Ergebnisseite sich von der Adwords-Zielseite unterscheiden soll, ist in überhaupt keiner Weise nachvollziehbar. Ich stelle mir in der Tat die Frage, ob ich mit dieser Aussage in die Irre geführt werden soll um vom eigentlichen Kernproblem abzulenken.
Es gibt keinen ersichtlichen Grund, weshalb ein Konversionstracking “erst einen Schritt später” erfolgen kann, soll oder darf als auf der eigentlichen Zielseite. Wie sonst möchten Sie sicherstellen, dass die Anzahl der Adwords-Klicks von der Anzahl der realen Besuche auf der Website abweicht? Das ist eine ganz einfache Aufgabe der Qualitätssicherung. Ich wäre sehr verwundert, wenn Sie diese in Abrede stellen möchten.
(Zitat Google Adwords Team) >> Das Aufrufen anderer Seiten innerhalb der Website kann natürlich durchaus Sinn ergeben, sollte dann jedoch ganz klar von der Anzeigen-Zielseite getrennt und nicht mit dieser gleichgesetzt werden, um aussagekräftige Zahlen zu erhalten.
Diese Aussage kann ich nicht nachvollziehen. Es macht natürlich Sinn, weitere Ziele zu definieren und diese auch entsprechend zu erfassen.
Bitte erläutern Sie klar und verständlich, weshalb Sie (zumindest der Formulierung nach) dringend davon abraten, ein Konversionstracking auf der Adwords-Landingpage durchzuführen. Ich möchte Sie freundlich – auch im Namen meiner Leserschaft – darum bitten, die Aussage klar und nachvollziehbar zu halten.
Die Aussage “um aussagekräftige Zahlen zu erhalten” ist nicht klar und nachvollziehbar, denn:
Wenn die Anzahl der gemessenen Konversionen (in diesem Fall die Aufrufe einer Zielseite, welche mit der Adwords-URL übereinstimmt) nicht mit der Anzahl der Google Adwords-Klicks für diese URL abzüglich der betrügerischen Klicks übereinstimmt, dann muss dieser Differenz nachgegangen werden.
Ich gehe davon aus, dass die Werte der Konversions-Ermittlung in jedem Fall aussagekräftig sind – egal, ob es sich bei der Zielseite um die Google Adwords-URL oder eine Webseite handelt, die erst später im Konversionsverlauf aufgerufen wird.
Sollte diese vorherige Aussage nicht gelten, stelle ich ganz provokant die Frage nach der Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit des Konversionstrackings.
(Zitat Google Adwords Team) >> Um es also nochmals zusammenzufassen: der Mehrwert von Conversion Tracking besteht eindeutig darin, gewünschte Aktionen (s. oben) zu messen und somit nachzuweisen, wieviel das Erreichen dieser Aktion schlussendlich gekostet hat. Das Einstellen von Conversion Tracking für Zielseiten von Anzeigentexten, wie von Ihnen offenbar betrieben bzw. gewünscht, bietet keinerlei Mehrwert, da diese Kennzahl bereits von den Klicks auf die Anzeigen gemessen wird.
Diese Aussage soll offensichtlich erneut vom Kernproblem ablenken.
Bitte gehen Sie nicht darauf ein, was einen Mehrwert in Ihren Augen darstellt (oder nicht). Bitte gehen Sie klar und verständlich darauf ein, _weshalb die Anzahl der Adwords-Klicks für eine definierte URL abzüglich der betrügerischen Klicks von der Anzahl der erfassten Konversionen für die identische URL abweicht, auch wenn man die Werte um 12 – 48 Stunden zeitverschoben betrachtet_ .
Bitte bestätigen Sie mir kurz, dass ich Ihnen den Sachverhalt inhaltlich ausreichend und frei von persönlichen Meinungen darstellen konnte:
- Eine Person klickt auf ein Adwords-Snippet
- Es wird die Ziel-URL der Anzeige aufgerufen
- Die Zielseite wird geöffnet
- Das Konversionstracking ermittelt einen Aufruf der Zielseite
- Nach einem Zeitraum von 24 – 48 Stunden wird die Summe der Google-Adwords-Klicks und die um 24 / 48 Stunden verschobene Summe der Konversionen verglichen
- Es wird festgestellt, dass die Summe der Adwords-Klicks abzüglich der Summe der betrügerischen Klicks deutlich höher ist als die Summe der Konversionen
Bitte erläutern Sie den weiteren Sachverhalt, ohne darauf einzugehen “daß diese Vorgehensweise doch gar keinen Sinn mache”. Das Hervorbringen von “in den Köpfen der Benutzer etablierten Gedankenmodellen” ist der Klärung dieser Aufgabenstellung nicht dienlich.
Eine nachträgliche Korrektur des Adwords-Kontos ist nicht zielführend. Ich habe dieses Konto nur als Analogprojekt verwendet, um den Sachverhalt darzustellen.
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.
Beste Grüße,
Karl Kratz
karl kratz onlinemarketing
waldenburger strasse 45c
12821 berlin
http://www.karlkratz.de
i@karlkratz.de
Es folgte eine Email mit Mutmaßungen, “ob der Konversion-Code korrekt eingefügt wurde”. Sorry Jungs – ab hier habe ich kein Verständnis mehr. Das hier ist E-Commerce. “Ein bisschen Schwanger”, das gibt es hier einfach nicht. Dafür ist einfach zu viel Geld im Spiel.
Weiterhin wird spekuliert “dass Besucher eventuell kein Javascript aktiviert haben”. Ähm. 50% der Besucher? Sicher nicht.
Zuletzt wird hervorgebracht, dass der Benutzer die Seite schon wieder verlassen hat, bevor die Ziel-Konversion getrackt werden konnte. Nein, auch das kann kaum sein. Und wenn, dann wäre es definitiv ein ungültiger Klick.
Karl, warum machst Du das?
Die Schaltung von Google Adwords ist aus meiner Sicht ein gutes Mittel, um Prototyping in Online Marketing Management Prozessen die notwendige Beschleunigung zu geben:
- Man erhält innerhalb kürzester Zeit einen sehr direkten Einblick in das Marktgeschehen (Mitbewerber und Bedarfsgruppe).
- Die Fähigkeit von Mitbewerbern zur Marktbeobachtung bzw. deren Reaktion auf Marktveränderung lässt sich exzellent analysieren.
- Das Konversionsverhalten von Besuchern lässt sich schnell und zielführend analysieren.
… aber:
- Was bringt Google Adwords, wenn die Klick-Abrechnung nicht mit der Realität übereinstimmt, bzw. massiv davon abweicht?
- Was bringt ein Konversions-Tracking, das den Adwords-Qualitätsfaktor beeinflusst, aber nicht wirklich funktioniert bzw. robust genug entwickelt wurde, um einwandfreie Werte zu liefern?
- Was bringt Google, wenn das Online Marketing keine qualitativ hochwertigen Kosten- und Konversionswerte in Echtzeit erhält?

Fazit
- Wenn Du Adwords verwendet: Werte die Besuche nicht über Google-Tracking-Tools aus. Werte direkt Deine Server-Logs aus. Diese sprechen eine sehr deutliche Sprache “in Echtzeit”. Kommuniziere Abweichungen der bezahlten Google Adwords-Klicks von euren Server-Logs an den Google Support und bitte freundlich, aber bestimmt um Analyse und Korrektur.
- Nutze das Konversions-Tracking als Adwords-Feedback-Funktion für den Qualitätsfaktor in Deinem Konto. Verlasse Dich allerdings nicht auf dieses Spielzeug. Etabliere grundsätzlich ein eigenes Konversions-Tracking. Gute Systeme gibt es genug am Markt (insbesondere Echtzeit-Systeme mit integrierten Workflows).
P.S.: Die Zahlen aus den Server-Logs halte ich ganz bewusst noch zurück. Ich möchte zuerst noch ein bisschen “Ausreden” sammeln.
Update: Source Code
Es trudeln die ersten Nachfragen zur Landingpage bzw. dem Quellcode ein. Hier die Source (um Inhalte bereinigt). Wider besseren Wissens habe ich den Tracking-Code vor dem schließenden Body-Tag positioniert, da wir in jedem Fall bei einem Großteil der Adwords-Nutzer von gutgläubigen Menschen ausgehen.
“Suchen Sie dafür nach dem Tag und platzieren Sie den Code unmittelbar darüber.”
Nachzulesen auf http://support.google.com/adwords/bin/answer.py?hl=de&answer=1722054&from=86276&rd=1 .
<!DOCTYPE html PUBLIC “-//W3C//DTD XHTML 1.0 Strict//EN” “http://www.w3.org/TR/xhtml1/DTD/xhtml1-strict.dtd”>
<html xmlns=”http://www.w3.org/1999/xhtml”>
<head>
<base href=”xxx” />
<link rel=”shortcut icon” href=”img/favIcon.png” type=”image/png” />
<meta http-equiv=”Content-Type” content=”text/html; charset=UTF-8″ />
<title>xxx</title>
<meta name=”description” content=”xxx” />
<link rel=”stylesheet” type=”text/css” href=”css/lp.css” media=”screen” />
<link rel=”stylesheet” type=”text/css” href=”css/selectbox.css” media=”screen” />
<link rel=”stylesheet” type=”text/css” href=”css/jquery.selectBox.css” media=”screen” />
<script type=”text/javascript” src=”//ajax.googleapis.com/ajax/libs/jquery/1.7.1/jquery.min.js”></script>
<script type=”text/javascript” src=”//ajax.googleapis.com/ajax/libs/jqueryui/1.8.6/jquery-ui.min.js”></script>
<script type=”text/javascript” src=”js/jquery.selectBox.js”></script>
<script type=”text/javascript” src=”js/jquery.inputfocus-0.9.min.js”></script>
<script type=”text/javascript” src=”js/scriptLp.js”></script>
</head>
<body>
<div id=”container”>
xxx
</div>
<script type=”text/javascript”>
/* <![CDATA[ */
var google_conversion_id = xxx;
var google_conversion_language = "en";
var google_conversion_format = "3";
var google_conversion_color = "ffffff";
var google_conversion_label = "xxxx";
var google_conversion_value = 0;
if (10) /* ]]> */
</script>
<script type=”text/javascript” src=”http://www.googleadservices.com/pagead/conversion.js”>
</script>
<noscript>
<div style=”display:inline;”>
<img height=”1″ width=”1″ style=”border-style:none;” alt=”" src=”http://www.googleadservices.com/pagead/conversion/1044678120/?value=10&label=UicGCMyl6AIQ6IuS8gM&guid=ON&script=0″/>
</div>
</noscript></body>
</html>
Update: Es geht weiter.
Von: Karl Kratz
Datum: Thu, 17 May 2012 20:47:47 +0200
Betreff: Re: [0-xxx]
Hallo xxx,
vielen Dank für die Antwort, wenngleich ich mir mehr erhofft habe, als diese 3 Aussagen:
- Sinngemäss: “Der Fehler liegt bei mir, der Tracking-Code funktioniert nur manchmal, so wie ich den eingebaut habe.”
- Sinngemäß: “Der Code wurde verändert: Es fehlen Zeilenumbrüche.”
- Sinngemäß: “Die Benutzer hauen so schnell wieder ab, dass der Konversion-Code nicht geladen werden kann.”
Darauf möchte ich gerne im Detail eingehen:
(Zitat Google Adwords) >> 1. Der Conversion Tracking-Code wurde nicht einwandfrei in die Zielseite integriert und kann nicht korrekt ausgeführt werden. Wie Sie bestimmt wissen, ist es von extremer Wichtigkeit, dass das Code-Pixel 1:1 so in die Website eingebaut wird, wie Sie es innerhalb Ihres AdWords-Kontos bereitgestellt bekommen, d.h. ohne die geringste Änderung (auch kein Zeilenumbruch wo keiner hingehört oder ein fehlender Zeilenumbruch). Auch ein Fehler im restlichen Quelltext (oberhalb des Conversion Tracking-Codes) kann zu einer fehlerhaften (oder gar keinen) Code-Auslösung führen, weshalb Sie am besten nochmal den gesamten Quelltext genau unter die Lupe nehmen sollten.
Wenn der Conversion Tracking-Code nicht einwandfrei in die Zielseite integriert wäre, könnte er keine Konversionen aufzeichnen. Es werden jedoch Konversionen aufgezeichnet. Also funktioniert das Konversions-Tracking. “Ein bisschen Schwanger” gibt es leider nicht. Wir haben es hier mit einem isolierten Test-Umfeld zu tun.
“Ohne die geringste Änderung”. Diese Aussage ist nicht richtig. Der Code funktioniert selbst, wenn er durch einen Minify-Prozess lief (z.B. im Rahmen einer Template-Engine o.ä.) Wenn der Code anschliessend nicht korrekt wäre, würden Konversionen entweder a) NICHT oder b) ORDNUNGSGEMÄSS getrackt werden.
Der restliche Quelltext ist nicht im technisch signifikanten Sinn fehlerhaft. Ganz nebenbei: Wie viele Websites sind bekannt, die 100% fehlerfreien Quellcode enthalten (inklusive google.de?)
(Zitat Google Adwords) >> 2. Der Nutzer lässt kein Java Script zu (bzw. hat es nicht installiert). Wenn der Nutzer, der auf Ihre Anzeige klickt kein Java Script zulässt, kann der Conversion Tracking-Code nicht ausgelöst werden. In diesem Fall kommt es somit zu einem Klick, jedoch keiner Konversion.
Wir sprechen von einer Differenz von 50% erfassten Konversionen zu (Adwords-Klicks abzüglich betrügerischen Klicks), d.h. Im Beispielfall von ca. 230 zu 460. 50% der Personen haben kein JavaScript aktiviert? Nein, das ist nicht so. Ein Blick ins interne Tracking sagt mir: 97% der Webseiten-Aufrufe haben JavaScript aktiviert.
(Zitat Google Adwords) >> 3. Der Conversion Tracking-Code kann nicht (vollständig) ausgelesen werden. Dies kann z.B. immer dann vorkommen, wenn ein Nutzer unmittelbar nach dem Klick auf Ihre Anzeige die Zielseite über den Zurück-Button wieder verlässt, bevor die Seite vollständig geladen werden konnte bzw. die Seite nicht vollständig geladen werden konnte. Da der Conversion Tracking-Code das letzte Element ist, welches beim Aufrufen der Seite ausgelesen wird, kann es dazu kommen, dass es auch hier nur zu einem Klick, jedoch keiner registrierten Conversion kommt.
Die Zielseite lädt im Durchschnitt (1 MB/s-Anbindung) binnen 0,8 Sekunden. Das ist verdammt wenig Zeit, um den “Zurück”-Button zu klicken. Diese Aussage mag für klick-lustige Mitbewerber gelten (das sollten dann ohnehin “ungültige Klicks” sein, oder?), nicht jedoch für 50% der Besucher.
Im übrigen habe ich mich einfach wie ein “ganz normaler, unbefangener Mensch” verhalten und bin Ihren Anweisungen gefolgt:
“Suchen Sie dafür nach dem Tag und platzieren Sie den Code unmittelbar darüber.”
Nachzulesen auf http://support.google.com/adwords/bin/answer.py?hl=de&answer=1722054&from=86276&rd=1 .
Das alles ist allerdings nicht zielführend. Ich musste schon ein wenig über die “Sinnfrage” aus der letzten Mail schmunzeln. Im nächsten Zug möchte ich gerne die Auswertungen der Server-Log-Protokolle hinzuziehen um darzustellen, was für ein Humbug a) durch Google Adwords an Klicks berechnet und b) durch das Konversions-Tracking an Kennzahlen zur Verfügung gestellt wird. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass das in jedem Fall öffentlich erfolgt, um die nötige Sensibilisierung für das Thema sicherzustellen.
Nochmals zum Verständnis: Ich habe in diesem kleinen Szenario monatelange Beobachtungen aus relativ großvolumigen Online-Kampagnen abgebildet. Die Kombination aus Google Adwords + Konversionstracking liefert in dieser Kombination keine verlässliche Datenbasis für das Online Marketing.
Mit freundlichen Grüßen,
Karl Kratz
karl kratz onlinemarketing
waldenburger strasse 45c
12821 berlin
http://www.karlkratz.de
i@karlkratz.de
Update: Auswertung und Zusammenführung aller Protokoll-Systeme
Das hier sind die agreggierten Daten aus allen mir verfügbaren Protokoll-Systemen für den betrachteten Zeitraum vom 07.05.2012 – 16.05.2012:
Aufrufe:
- Protokollierte Zielseiten-Aufrufe mit einer eindeutigen GLCID-Kennung: 513
- Protokollierte Zielseiten-Aufrufe mit einer eindeutigen GLCID-Kennung von einem eindeutigen Cookie: 422
Simulierte Konversionen:
- Nachweisbar vollständige Seitenaufrufe aller Dokumenten-Elemente mit einer Besuchsdauer von mehr als 20 Sekunden: 382
- Besucher, die das Interaktionselement mehrfach bedient haben (und damit bewiesen haben, dass ein Mensch den Browser bedient): 260
Ungültige Klicks:
- Definitiv ungültige Klicks auf der Basis eines technischen Ausschlusses: 22 von 11 eindeutigen IP-Adressen
- 3 bis 5 Mehrfachklicks innerhalb von 300 Sekunden mit Besuchszeit < 5 Sekunden und wahlweiser Nicht-Anforderung von Cookie/JS/CSS/Images: 63 “Klicks” von unterschiedlichen 18 IP-Adressen
Hier die Google-Zahlen:
- Berechnete Klicks: 475 (statt 422 bzw. 513 – 22 – 63 = 428, das entspricht ca. 10% mehr berechneten Klicks als real verargumentierbar)
- Erfasste Konversionen: 191 (statt mind. 382, das entspricht einer Abweichung von 50%)
- Erfasste ungültige Klicks: 46 (statt 63 sehr wahrscheinlich ungültige Klicks + 22 technisch ungültige Klicks = 85 ungültige Klicks)
Ich anonymisiere morgen die Log-Dateien noch mittels Hash-Werten und stelle das Gesamt-Dokument dann zum Download bereit. Möge sich ein jeder sein eigenes Bild machen :-)
Update vom Freitag, 18. Mai 2012
Seit Donnerstag, 17. Mai 2012 ist das Konversions-Element jetzt vor den Website-Inhalten geschaltet. Gleichzeitig wurde der Minifier der Template-Engine deaktivert, da seitens dem Google Adwords Team die Befürchtung bestand, dass dadurch der Code nicht ausgeführt werden könne.
Die aktuellen Zahlen zeigen, dass sich nichts geändert hat: Das Google Adwords Konversions-Tracking funktioniert so gut bzw. so unzuverlässig wie zuvor:





@karl Als alter Kauldorfer ist mir besonders die signifikante Abweichung bei deiner Postleitzahl aufgefallen ;-)
Und Karl, haben sie nochmal was dazu gesagt? :-)
Bin gespannt, wie’s weitergeht..die “paar Tage” sind ja sicher bald rum. :D
Hallo Karl, ich hatte ja zugesagt auch so ein Experiment zu machen. Ich habe es zusammen mit einem Kunden gemacht der sowas natürlich auch hochspannend findet. Noch besser hat ihm allerdings gefallen das wir unter 5% Abweichungen zwischen Klicks und Conversions (1-pro-Klick) hatten. Insofern kann man sagen bei uns hat es funktioniert. Für Details kannst du mich gerne ansprechen, der Versuchsaufbau steht noch.
Ein Faktor der scheinbar bisher noch nicht angesprochen worden ist sind die aktuellen Virenscanner.
Die meisten “Security-Suites” versuchen etwas gegen Tracking zu unternehmen. Zu diesem Zweck klinken sie sich als Filter in den Browser ein und können den Quelltext der Seite manipulieren.
Technisch gesehen sollte man das messen können: Zum Beispiel, indem man in die Landingpage ein eigenes Javascript einbaut, das das Laden eines Google-Scripts überwacht. Ob das Script wirklich geladen wurde, könnte man dann wieder loggen.
@Alex ICH habe schon richtig gelesen, ich zitiere: “Ich betreibe ca. 500 eigene Websites, betreue ca. 20 Kundenprojekte”
Was sind denn das für 500 eigene Websites? ;)