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Kleine Impulse für Deinen nächsten Online-Marketing-Vortrag

Als Julius van de Laar in seinem Storytelling-Seminar fragte, "ob ich eine Struktur für meine Online-Marketing-Vorträge habe" stockte ich. Ähm. Öhm. Soll ich darüber reden? Eher nicht? Oder etwas zeigen? Oder eher nicht? Geht eigentlich keinen was an ... Puh.

2009 habe ich mir gesagt: "Du kannst kein Wissen mit ins Grab nehmen." und "Je mehr Wissen verteilt wird, umso mehr kommt zurück". Ich blätterte also in meinem schwarzen Notizbuch eine Weile und zeigte den Teilnehmern den Strukturplan des letzten Vortrags von der SMX München. Das hier ist ein Stück "Privatsphäre", aber ich hoffe, dass der eine oder andere einen sinnvollen Nutzen daraus ziehen kann.

Strukturierung eines Online-Marketing-Vortrags
In einen feinen Online-Marketing-Vortrag gehört mehr als nur der reine Inhalt.

 

Allen Kopierkatzen da draussen sei gesagt: Sorry Dudes, aber hier gibt es nichts zu kopieren. Zumindest bei mir nicht. Ich entwickle jeden Strukturplan für jeden Vortrag neu. Schließlich geht es jedes Mal um ein anderes Thema vor anderen Menschen. ;-)

Für alle anderen in aller Kürze die wesentlichen Punkte als Aufzählungsliste. Lege fest, was, wann, in welcher Reihenfolge, mit welcher Absicht und in welcher Intensität passiert - und improvisiere den ganzen Rest:

  • Gliederung: Segmentiere das Intro, Teaser, Informationsblöcke, Zusammenfassungen und Outro. Erstelle einen entspannten Minutenplan und halte Dich dran. Das ist übrigens schwerer als gedacht - bekanntlich ist "immer irgendwas".
  • Spannung: Lege fest, wann und wo Spannung entsteht - entweder durch die Teilnehmer oder durch Dich. Sortiere Deine Inhalte so, dass Dir in der "magischen 25ten Minute" jeder an den Lippen klebt. Hinweis: Bei einem linearen Vortragsverlauf klappen selbst dem wachsten Teilnehmer nach ca. 15 - 25 Minuten die Augen zu, wenn Du keine Spannung in Deinen Vortrag bringst.
  • Interaktion: Beziehe die Teilnehmer in Deinen Vortrag ein - mal alle, mal Gruppen, mal Individuen. Scheue Dich nicht davor, zu den Teilnehmern hinzugehen. Sie beissen nicht! Es sind die wundervollsten Menschen, die Du gerade um Dich herum hast. Es gibt für die nächste Stunde nämlich nur diese!
  • Theorie/Praxis: Wechsle Theorie und Praxis in angenehmen Intervallen ab. Hypothese, Theorie, Praxisbeispiel. Oder Praxisbeispiel, Theorie, Hypothese. Oder anders. Je nachdem, ob Du Wissenschaftler, High-Level-Wolken-Manager oder Projektleiter und Entwickler vor Dir sitzen hast.
  • Ebenen: Bringe Ebenen ein, die für Deine Teilnehmer relevant sind: Technisch, rechtlich, finanziell, prozessual, strategisch/operational ... Wechsle die Betrachtungsweise mehrmals, so daß jeder Teilnehmer etwas für sich mitnehmen kann.
  • Soziale Interaktion: Lege fest, welche Inhalte besonders für das Teilen in sozialen Netzwerken geeignet sind. Betone die Inhalte im Vortrag besonders intensiv. Wenn Du mit Massenhypnose vertraut bist: Noch besser! Ich bin es leider nicht. *g*
  • Reduktion: Vereinfache Dein Thema in mehreren Iterationen. Ich brauche ca. 7 - 12 Durchläufe, bis komplexe Gedankenkonstrukte merk- und tweetbar sind. Mache Dir diese Arbeit - Du schuldest das den 250 Menschen, die Dir gerade eine Stunde ihrer Lebenszeit schenken.
  • Lernen und Verbessern: Beobachte Deine Teilnehmer über den gesamten Vortrag. Präge Dir alle relevanten Reaktionen ein und schreibe diese nach dem Vortrag auf. Verbessere den Inhalt und den Stil auf der Basis der Reaktionen und der Fragen. Nimm Feedback ernst und arbeite weiter an Dir. Das ist übrigens der wichtigste Part. :-)

Natürlich kann man zum Thema "Präsentation / Präsentationstechnik" ganze Bücher füllen. Es lohnt sich, einige zu lesen. Zu trainieren. Sich zu filmen. Pro-Tipp: Es lohnt sich, vor Deinen persönlichen Feinden und Spöttern zu sprechen - ihr Feedback ist das Wertvollste, das Du jemals erhalten wirst. In diesem Sinne:

Nur noch feine Online-Marketing-Vorträge!












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